Insolventer US-Warenhauskonzern will sich auf Luxussparte konzentrien
Der US-Warenhauskonzern Saks Global baut nach der kürzlich eingereichten Insolvenz den Großteil seines Off-Price-Geschäfts ab. Betroffen sind 57 der 74 Saks OFF 5TH-Filialen sowie alle fünf verbleibenden Neiman Marcus Last Call Stores. Ziel ist eine stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft im Luxus- und Vollpreisbereich, darunter Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman, die sowohl stationär als auch online weitergeführt werden.
Einige ausgewählte OFF 5TH-Standorte sollen vorerst geöffnet bleiben, um Restbestände aus anderen Unternehmensbereichen zu verkaufen. Gleichzeitig wird der eigenständige E-Commerce-Arm „SO5 Digital“ eingestellt.
Saks Global rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von rund 139 Millionen US-Dollar allein im Off-Price-Bereich. Mit der Neuausrichtung will das Unternehmen die profitableren Luxussparten stärken und sich auf nachhaltiges Wachstum fokussieren. Der CEO Geoffroy van Raemdonck betonte, dass die Maßnahmen dazu dienen, den Vollpreisverkauf zu fördern und langfristige Wertschöpfung zu sichern.
Das Unternehmen hatte Anfang Januar ein Restrukturierungsverfahren nach Chapter 11 eingeleitet. Im Gläubigerausschuss sitzen unter anderem Amazon, LVMH, Chanel, Kering Americas sowie die Gewerkschaftsvertretung der Mitarbeiter.








