Luxusmarken gehören zu den größten Gläubigern
Der US-Luxuskaufhauskonzern Saks Global hat beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Das Verfahren soll dem Unternehmen ermöglichen, sich während der Restrukturierung handlungsfähig zu halten, Schulden neu zu verhandeln und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Saks Global sicherte sich dafür eine Finanzierung von rund 1,75 Milliarden US-Dollar (ca. 1,5 Milliarden Euro).
Die Insolvenzanmeldung macht deutlich, dass mehrere große Luxusmarken zu den größten ungesicherten Gläubigern zählen: Christian Louboutin wird mit 21,6 Millionen US-Dollar, Capri Holdings (Jimmy Choo, Michael Kors) mit 33,3 Millionen US-Dollar angegeben. Auch Chanel (136 Millionen US-Dollar) und Kering (59,9 Millionen US-Dollar) stehen auf der Gläubigerliste. Insgesamt werden mehr als 10.000 Gläubiger genannt.
Saks Global entstand 2024 aus der Fusion von Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman. Hohe Schulden, unter anderem durch die Übernahme von Neiman Marcus, sowie zunehmender Wettbewerb durch E-Commerce und Direktvertrieb der Marken haben das Unternehmen unter Druck gesetzt.
Vor dem Hintergrund der Insolvenz trat Galeria-Mitinhaber Richard Baker, der erst Anfang Januar CEO geworden war, zurück. Neuer CEO ist Geoffroy van Raemdonck, zuvor Geschäftsführer der Neiman Marcus Group. Van Raemdonck ernannte Brandy Richardson als CFO sowie Darcy Penick und Lana Todorovich für weitere Führungspositionen.
Die Geschäfte und Online-Shops von Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus, Bergdorf Goodman und weiteren Marken bleiben vorerst geöffnet. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass kleinere Marken im Zuge der Restrukturierung stärker von Auslistungen betroffen sein könnten, während Top-Marken weitgehend gesichert bleiben dürften.








