Digitale Vernetzung und Umsatzstrategie im Fokus der Schuhhandelsgruppe
Die österreichische Schuhverbundgruppe Ring hat nach eigenen Angaben das Jahr 2025 mit einer positiven Entwicklung abgeschlossen. Im Kerngeschäft der Zentralregulierung zwischen Handel und Industrie sei das Volumen gegenüber dem Vorjahr um knapp zehn Prozent gestiegen. Zu der Entwicklung hätten unter anderem neue Partnerbetriebe sowie zusätzliche Markenpartner beigetragen.
Zur Unternehmensgruppe zählen neben der Zentralregulierung auch weitere Geschäftsbereiche, darunter die Personalplattform Jobring, die Beratungsinitiative Expertenring sowie das Wiener Kinderschuhgeschäft Schuhhaus zur Oper. Laut Ring zeigen sich die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen trotz eines schwierigen Marktumfelds weiterhin vergleichsweise stabil.
Gleichzeitig weist die Verbundgruppe auf die aktuell angespannte Situation im Schuhhandel im DACH-Raum hin. Faktoren wie Kaufzurückhaltung, Inflation, geopolitische Unsicherheiten sowie zunehmende Regulierung würden die Geschäftsentwicklung belasten. Darüber hinaus befinde sich der Non-Food-Einzelhandel – insbesondere in den Bereichen Schuhe, Sport und Textil – in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel.
Nach Einschätzung der Gruppe könnten in den kommenden Jahren zwischen 30 und 50 Prozent der heute noch aktiven Schuhhandelsunternehmen vom Markt verschwinden. Grundlage dieser Einschätzung sind unter anderem Ergebnisse einer Branchenumfrage von Ring aus dem Herbst 2025 sowie einer Erhebung der Wirtschaftskammer Österreich zu Beginn des Jahres 2026. Demnach strebt rund ein Drittel der Händler keine Nachfolgeregelung an.
Vor diesem Hintergrund sieht die Verbundgruppe vor allem im Umsatzwachstum, der Weiterentwicklung von Retailkonzepten sowie in der stärkeren digitalen Vernetzung zwischen Handel und Industrie zentrale Zukunftsthemen. Einheitliche Artikelstammdaten und der verstärkte Einsatz elektronischer Datenaustauschsysteme (EDI) gelten dabei als wichtige Voraussetzungen für effizientere Prozesse in der Branche.
„Als Verbundgruppe Ring stehen wir allen Marktteilnehmern mit unserem Dienstleistungs- und Serviceangebot zur Seite, um notwendige Veränderungen aktiv zu begleiten“, erklärte Geschäftsführer Bernd Grillitsch.








