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Peter Kaiser vor der Rettung?

Medienbericht: Wella-Gründerfamilie will beim Damenschuhhersteller einsteigen

Rettung für Peter Kaiser? Wie die Pirmasenser Zeitung herausgefunden hat, soll der insolvente Schuhhersteller einen finanzstarken Investor gefunden haben. Demnach handelt es sich dabei angeblich um Gisela und Hans-Joachim Sander, die der Gründerfamilie des Darmstädter Wella-Konzerns angehören. Laut Bericht soll das Millionärsehepaar mit 7,5 Millionen Euro bei der ältesten Schuhfabrik Deutschlands einsteigen. Am 24. Februar sollen die neuen Investoren der Gläubigerversammlung in Pirmasens statt, präsentiert werden.

Für Peter Kaiser wäre der Investoreneinstieg die Rettung in höchster Not. Ende Januar hatte ein Großteil der rund 200 Mitarbeiter ihre Kündigungen erhalten. Eine Schließung des Werks drohte bis Ende April.

Das Unternehmen befand sich bereits vor der Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten. In Folge der Pandemie-Maßnahmen brach der Umsatz im vergangenen Jahr um 40 Prozent ein. 2019 betrug der Umsatz noch 48 Millionen Euro. Am 14. September 2020 musste das Traditionsunternehmen dann beim Amtsgericht Pirmasens einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens stellen. Am 1. Dezember wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über die Peter Kaiser GmbH eröffnet. Am 21. Januar wurde auch für die Peter Kaiser Retail GmbH ein Insolvenzverfahren beantragt.

Das Manager-Magazin schätzt das Vermögen der Familie Sander auf 800 Millionen Euro. Damit gehört das Ehepaar zu den 250 reichsten Deutschen. Die Gründerfamilie Ströher, zu der die Sanders gehören, hatten 79 Prozent ihrer Anteile an Wella im Jahr 2003 für rund 6,6 Milliarden Euro an den Konsumgüterkonzern Procter & Gamble verkauft.

 

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