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Österreichs Bekleidungseinzelhandel noch nicht auf Vorkrisenniveau

H&M, P&C und C&A führen die Rangliste der Bekleidungshändler an

Auch die Umsätze im österreichischen Bekleidungshandel nähern sich allmählich wieder dem Vorkrisenniveau an. 2021 stiegen die Bruttoumsätze um 6,8 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro. Davon entfielen 4,3 Milliarden Euro auf den Bekleidungseinzelhandel, was einem Wachstum von 5,0 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2020 bedeutet. Das ermittelte das Marktforschungsunternehmen RegioData Research.

Unter den Einzelhändlern bleibt Hennes&Mauritz mit großem Abstand Marktführer und konnte seine Umsätze um 13,7 Prozent zum Vorjahr steigern. Ein ähnliches Plus erzielte auch Peek&Cloppenburg als mittlerweile zweitgrößter Marktteilnehmer, der zwei Jahre zuvor noch den Bronze-Titel trug. Vom zweiten auf den dritten Platz ist C&A mit einer aktuellen Umsatzstagnation gerutscht. Zwar konnte C&A seine Umsätze vom Krisen- aufs Folgejahr halten, verzeichnete jedoch seit dem Jahr 2016 eine subtile aber konstante Umsatzminderung. Der größte Sprung ist im Jahr 2020 mit einem Minus von rund 27 Prozent zu beobachten.

Die Gruppe Inditex lag ebenso über dem Durchschnittswachstum mit einem Umsatzplus von 11,3 Prozent. Über die Jahre hinweg ziemlich gut halten konnte sich auch Kastner & Öhler. Zusammen mit Infected belegt das Modeunternehmen den fünften Platz, dicht gefolgt von Kik. Mit einem Plus von knapp 8 Prozent nähert sich der aktuell sechstplatzierte Diskonter wieder den Top 5 an.

An der Situation, dass stationäre Geschäftslokale vor allem durch den Onlinemarkt stark unter Druck stehen, hat sich auch nach den Lockdowns nichts geändert. Der Onlineanteil, bezogen auf die Konsumausgaben der privaten Haushalte, lag 2021 bereits bei satten 38 Prozent. Inkludiert dabei sind Umsätze von in- und ausländischen Onlineshops der Pure-Player und Multi-Channel-Umsätze der stationären Händler.

Fast alle größeren stationären Händler dieser Branche verfügen bereits über Onlineshops. Die starken Zunahmen der letzten Jahre sind aber insbesondere auf die Pure-Player-Riesen Amazon, Universal und Zalando zurückzuführen. Den gesamten Bekleidungshandel betrachtend würde sich Zalando umsatztechnisch direkt hinter H&M auf dem zweiten Platz befinden. Der Onlinehandel ist daher weiterhin auf dem Vormarsch.

 

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