Bayern bleibt Spitzenreiter, ostdeutsche Regionen holen weiter auf
Die Kaufkraft der Deutschen legt 2026 spürbar zu. Nach der aktuellen Kaufkraftstudie von NIQ Geomarketing steigt das durchschnittlich verfügbare Nettoeinkommen pro Kopf um 5 Prozent auf 31.193 Euro – ein Plus von 1.466 Euro gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt summiert sich die prognostizierte Kaufkraft in Deutschland auf 2.607 Milliarden Euro, die den privaten Haushalten für Konsum, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung stehen.
Die NIQ Kaufkraft bildet das nominal verfügbare Nettoeinkommen inklusive staatlicher Transferleistungen wie Renten, Kindergeld oder Arbeitslosengeld ab. Wie stark sich der nominelle Zuwachs real im Konsum niederschlägt, hängt jedoch maßgeblich von der Preisentwicklung im Jahr 2026 ab. „Die reale Kaufkraftentwicklung wird durch eine moderate Inflation und Unsicherheiten in der Zollpolitik gebremst“, erklärt Markus Frank, Geomarketing-Experte bei NIQ.
Regional zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede. Bayern behauptet mit 33.666 Euro pro Kopf seine Spitzenposition unter den Bundesländern und liegt rund 8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Hamburg und Baden-Württemberg. Gleichzeitig setzt sich der Aufholtrend in den neuen Bundesländern fort, die erneut die höchsten Zuwächse bei den Kaufkraftindizes verzeichnen – allen voran Berlin.

Auf Kreisebene bleibt der Landkreis Starnberg mit 42.751 Euro pro Kopf unangefochtener Spitzenreiter. Den größten relativen Zugewinn erzielt 2026 jedoch der Landkreis Lichtenfels, der sich um 2,6 Indexpunkte verbessert. Schlusslicht bleibt wie in den Vorjahren Gelsenkirchen mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.538 Euro.

Für Handel und Dienstleistungen bleiben insbesondere die Metropolregionen attraktiv: Die höchste Kaufkraftdichte – also Kaufkraftsumme je Quadratkilometer – weisen München und Berlin auf.









