Inditex trotzt der Konsumflaute

Zara-Store in London
Zara-Store in London

Umsatz und Gewinn legen weiter zu

Während viele Modehändler unter der anhaltenden Konsumzurückhaltung leiden, setzt der spanische Fashionkonzern Inditex seinen Wachstumskurs fort. Der Mutterkonzern der Marken Zara, Massimo Dutti, Bershka, Pull & Bear, Stradivarius und Oysho konnte im Geschäftsjahr 2025/26 Umsatz und Gewinn steigern und startet auch mit Schwung ins neue Jahr.

Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr bis Ende Januar auf 39,9 Milliarden Euro. Auf Basis konstanter Wechselkurse entspricht dies einem Wachstum von 7 Prozent. Alle Vertriebskanäle sowie sämtliche Regionen hätten zu dieser Entwicklung beigetragen, teilte das Unternehmen mit. Rund 10,7 Milliarden Euro des Gesamtumsatzes entfielen auf den Onlinehandel.

Umsatz nach Marken (in Milliarden Euro)
Umsatz nach Marken (in Milliarden Euro)

Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um knapp 6 Prozent auf rund 8 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um 6 Prozent auf gut 6,2 Milliarden Euro zulegte.

Ein zentrales Element der Strategie bleibt die enge Verzahnung von Filialgeschäft und Onlinehandel. Inditex verfolgt weiterhin den Ansatz „weniger, dafür größere Stores“. In den vergangenen drei Jahren stiegen die Umsätze um 22 Prozent, während die Zahl der Geschäfte um 6 Prozent zurückging. Gleichzeitig wuchs die Verkaufsfläche um 6 Prozent. Weltweit betreibt der Konzern derzeit rund 5.460 Filialen.

Auch der Start ins neue Geschäftsjahr verläuft dynamisch: Zwischen dem 1. Februar und dem 8. März 2026 legten die Umsätze von Inditex währungsbereinigt um 9 Prozent zu. Die Frühjahrs- und Sommerkollektionen seien von den Kunden gut aufgenommen worden.

Um das Wachstum weiter zu stützen, plant der Konzern Investitionen von rund 2,3 Milliarden Euro. Das Geld soll vor allem in die Modernisierung von Verkaufsflächen, den Ausbau des Onlinegeschäfts sowie in die IT-Integration fließen.

CEO Óscar García Maceiras sieht die Entwicklung als Bestätigung des Geschäftsmodells. Die Kombination aus schneller Kollektionserneuerung, flexiblen Lieferketten sowie der engen Verbindung von Design, Produktion, Logistik und Vertrieb ermögliche es dem Unternehmen, schnell auf Kundenbedürfnisse zu reagieren.

Damit zeigt sich der weltweit größte Modekonzern trotz eines schwierigen Konsumumfelds weiterhin robust – und profitiert von seinem integrierten Omnichannel-Modell ebenso wie von starken Marken im Portfolio.

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