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Gläubiger stimmen für Galeria-Sanierungsplan

Gläubiger erhalten nur 2,5 bis 3 Prozent ihr Forderungen

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat die letzte große Hürde für ihre Rettung genommen. Die Gläubigerversammlung stimmte dem Plan zur Sanierung des angeschlagenen Unternehmens zu, teilte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus mit.

Nun ist der Weg frei für eine Sanierung des angeschlagenen Warenhauses. Nach Ende der Einspruchsfrist kann das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren im Juni beenden. Die neuen Eigentümer, die US-Investmentgesellschaft NRDC und die Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz, können planmäßig im Juli übernehmen. Laut dem Plan sollen deutschlandweit 76 der 92 Filialen erhalten bleiben, 1400 Menschen verlieren ihren Job. Der Unternehmenssitz in Essen wird aufgegeben. Die Verwaltung soll 2025 ‒ deutlich verschlankt ‒ in eine Filiale in Düsseldorf einziehen.

Die Gläubiger verzichten mit Annahme des Insolvenzplans auf viel Geld. Es wurden Forderungen in Höhe von 886,1 Millionen Euro angemeldet. Voraussichtlich fließen nur bis zu 22,5 Millionen Euro. Das sind 2,5 bis drei Prozent der gesamten Insolvenzmasse. Unter den Gläubigern befindet sich neben Vermietern und Lieferanten auch der Bund. Zahlungen aus den Ansprüchen gegen den bisherigen Eigentümer, die Signa-Gruppe des Unternehmers René Benko, könnten die Quote noch erhöhen.

Am Rande der Versammlung hatten verschiedene Gläubiger erklärt, dass sie keine andere Wahl gehabt hätten als zuzustimmen. Bei einer Ablehnung des Plans hätte Galeria die Zerschlagung und ihnen ein Totalverlust gedroht.

Im Insolvenzplan steht, dass die neuen Eigentümer „umfangreiche finanzielle Mittel“ für Sanierung und Neuausrichtung zugesichert hätten, nicht jedoch in welchem Umfang. Aus dem Umfeld der Investoren heißt es, dass bis zu 100 Millionen in den nächsten Jahren fließen sollen.

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