Unternehmer kritisiert Wettbewerbsnachteile durch asiatische Online-Plattformen
Der Unternehmer Heinrich Staudinger (72), Gründer der Waldviertler Schuhmarke GEA, hat im Januar rund 50.000 Euro an fälligen Unternehmenssteuern nicht an das österreichische Finanzamt abgeführt. Der als „Schuhrebell“ bekannte Staudinger begründet den Schritt mit einem Protest gegen aus seiner Sicht unfaire Wettbewerbsbedingungen durch chinesische Online-Plattformen wie Temu oder Shein.
In einem offenen Brief an den Finanzminister bezeichnete Staudinger sein Vorgehen als Akt des zivilen Ungehorsams. Das Steuersystem belaste heimische Produktionsbetriebe stark, während zahlreiche Importwaren aus Asien unter Nutzung bestehender Regelungen nahezu abgabenfrei in die EU gelangten. Die einbehaltene Summe wurde nach Angaben Staudingers auf ein Treuhandkonto überwiesen.
Aus dem Finanzministerium hieß es, Steuerverweigerung sei kein legitimes Mittel des Protests. Das Nichtabführen von Steuern könne abgabenrechtliche Konsequenzen bis hin zu einem Finanzstrafverfahren nach sich ziehen. Auch Interessenvertretungen wie der Handelsverband teilen zwar die Kritik an Wettbewerbsverzerrungen, distanzieren sich jedoch von illegalen Protestformen.








