HDE warnt vor sinkender Zahl von Sonderangeboten
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert Änderungen an der EU-Preisangaben-Richtlinie. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das vorschreibt, dass Aktionspreise nur dann rechtlich zulässig sind, wenn sie unter dem niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage liegen.
Eine aktuelle Studie des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (IFH) zeigt, dass diese Vorgabe die Häufigkeit von Preisaktionen deutlich reduzieren dürfte. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont, dass dies nicht nur den Wettbewerb schwäche, sondern auch einkommensschwächere Haushalte benachteilige: „Preisaktionen sind ein wichtiges Instrument zur finanziellen Entlastung der Verbraucher.“
Der Verband fordert die Bundesregierung und die EU auf, die Richtlinie zu überarbeiten, um Bürokratie abzubauen und den Wettbewerb zu stärken. Andernfalls seien negative Auswirkungen auf Verbraucherwohlfahrt und Preisvielfalt im Handel zu erwarten.








