Pauschale Reduzierungen konterkarieren Verlängerung der Sommer-Saison
Der Handelsverband BTE appelliert an die Mode- und Schuhbranche, sich aktuell mit breiten Rabattaktionen zurückzuhalten. Preisnachlässe auf schlecht laufende Artikel vor allem aus dem Frühjahr könnten zwar betriebswirtschaftlich sinnvoll sein, größere Reduzierungen von Sommerware sollten aber möglichst vermieden werden. Schließlich sei die Verlängerung der Sommer-Saison wegen des zuletzt oft warmen Herbstes notwendig, um rückläufige Umsätze im September/Oktober auszugleichen.
Bei der aktuellen Rabattplanung sollte unbedingt bedacht werden, dass es ‒ anders als in den Vorjahren ‒ bislang noch keine längere Schönwetter-Phase gab. Vor allem Bedarfskäufer hätten sich daher noch kaum mit Sommerware eingedeckt. Zudem stünden rein statistisch die wärmsten Wochen des Jahres noch bevor. Damit bestehe höchstwahrscheinlich noch ausreichend Zeit für den Verkauf von sommerlichen Artikeln ‒ vielfach noch zu regulären Preisen.
Laut BTE sei es in den letzten Wochen im Mode- und Schuhhandel vermehrt zu Rabatt-Aktionen gekommen. In diesem Zusammenhang weist der Verband darauf hin, dass vor allem pauschale Reduzierungen auf das gesamte Sortiment die von der Branche mehrheitlich gewünschte Verlängerung der Sommer-Saison konterkariere. Immerhin hätten sich laut einer BTE-Umfrage von Anfang 2024 nur sieben Prozent der Mode- und Schuhhändler dagegen ausgesprochen.