Importe legen weiter deutlich zu
Trotz der belastenden US-Strafzölle hat sich die brasilianische Schuhindustrie im Jahr 2025 insgesamt stabil gezeigt. Nach Angaben des Branchenverbands Abicalçados exportierte Brasilien im vergangenen Jahr 103,94 Millionen Paar Schuhe im Wert von 958,2 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Mengenplus von 6,7 Prozent, während der Exportwert im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent zurückging.
Als Hauptbelastungsfaktor nennt Abicalçados-CEO Haroldo Ferreira den seit August 2025 geltenden US-Strafzoll von 50 Prozent auf brasilianische Schuhe. Die Exporte in die USA – weiterhin der wichtigste Absatzmarkt – sanken auf 10,2 Millionen Paar (-1 Prozent) im Wert von 211,9 Millionen US-Dollar (-2 Prozent). Auch die Lieferungen nach Argentinien gingen spürbar zurück. Zuwächse in Märkten wie Spanien, Paraguay und Ecuador konnten die Verluste teilweise kompensieren, allerdings zu niedrigeren Durchschnittspreisen. Der durchschnittliche Exportpreis fiel 2025 um 8 Prozent auf 9,20 US-Dollar pro Paar.
Parallel dazu stiegen die Importe deutlich an: Brasilien führte 2025 insgesamt 43,2 Millionen Paar Schuhe im Wert von 585 Millionen US-Dollar ein – ein Plus von 20,6 Prozent in der Menge und 22,5 Prozent im Wert. Wichtigste Lieferländer waren Vietnam, China und Indonesien.








