Umsatz im Weihnachtsquartal dank geschlossener Schuhe kräftig gesteigert
Birkenstock verzeichnet im wichtigen Weihnachtsquartal ein überraschend starkes Wachstum. Dank der zunehmenden Beliebtheit von Clogs, Boots und geschlossenen Modellen stieg der Umsatz im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember um 11 Prozent auf 402 Millionen Euro, währungsbereinigt sogar um 18 Prozent. Besonders stark legte die APAC-Region mit einem Plus von 37 Prozent zu.
„Unsere Ergebnisse zeigen die anhaltend starke Nachfrage nach unserer Marke während der Weihnachtszeit“, erklärte CEO Oliver Reichert. Der Nettogewinn kletterte um 151 Prozent auf 51 Millionen Euro. Belastet wurde das Ergebnis durch Währungseffekte und höhere US-Zölle.
Mit Blick auf die Zukunft plant Birkenstock, die Produktionskapazitäten weiter auszubauen. So investierte das Unternehmen rund 38 Millionen Euro, unter anderem in einen neuen Standort im sächsischen Wittichenau. Auch die Einzelhandelspräsenz soll weiter ausgebaut werden, mit rund 40 neuen eigenen Stores weltweit.
Geschlossene Modelle und hochwertige Boots tragen zunehmend zum Umsatz bei: Im vergangenen Jahr machten sie rund 38 Prozent des Gesamtgeschäfts aus. Damit verfolgt Birkenstock das Ziel, sich stärker als Ganzjahres-Schuhmarke zu etablieren. CEO Reichert betont, dass der Verkauf zum vollen Preis und die Kontrolle über die Produktions- und Vertriebskanäle entscheidend für die Markenstärke sind.
Trotz der positiven Zahlen zeigen sich Investoren noch zurückhaltend: Die Aktie fiel im vergangenen Jahr um 29 Prozent und notiert weiterhin unter dem Ausgabepreis des Börsengangs 2023 von 46 US-Dollar. Währungsschwankungen, zusätzliche Zölle und globale wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben für das Unternehmen Herausforderungen.
Birkenstock bestätigt jedoch den Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26: Ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent wird erwartet, was einem Jahresumsatz zwischen 2,3 und 2,35 Milliarden Euro entspricht.








