Französische Kultmarke ist bekannt für ihre ikonischen Canvas-Sneaker
Die französische Kultmarke Bensimon steht unter gerichtlichem Schutz. Imperial Classic Diffusion, das Unternehmen hinter der Marke, wurde am 23. Januar vom Pariser Wirtschaftsgericht in ein Sanierungsverfahren aufgenommen. Als Datum der Zahlungseinstellung wurde der 8. Januar 2026 festgelegt.
Die von Serge und Yves Bensimon gegründete Marke, bekannt für ihre ikonischen Canvas-Sneaker aus den 1980er-Jahren, reagiert damit auf anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten. „Wir haben uns für ein gerichtliches Sanierungsverfahren entschieden, weil die finanzielle Lage und der Bedarf an Betriebskapital immer akuter wurden“, erklärte Geschäftsführer Yves Bensimon. Probleme begannen mit den Gelbwesten-Protesten, verschärften sich durch Covid, Streiks und sinkende Nachfrage – zusätzlich durch den Druck chinesischer Online-Plattformen.
Trotz Kooperationen mit Claudie Pierlot und Zara, die das ikonische Sneaker-Modell neu interpretierten, blieb die Marke nicht profitabel. Der Umsatz sank von über 19 Millionen Euro 2023 auf 15 Millionen Euro 2025, bei einem Verlust von 1,9 Millionen Euro.
Finanzdirektor Patrice Lataillade betont, dass steigende Lieferantenkonditionen und höhere Anzahlungen die Liquidität zusätzlich belasten. Während E-Commerce und eigene Stores vergleichsweise stabil bleiben, bereitet der Wholesale-Bereich weiterhin Probleme. Bensimon betreibt aktuell 22 eigene Geschäfte mit rund 90 Mitarbeitern. Ziel des Verfahrens ist eine nachhaltige Restrukturierung und die Stabilisierung der Traditionsmarke auf wirtschaftlich solidem Fundament.








