Insgesamt sind 221 Stellen betroffen
Der italienische Modekonzern Aeffe Group, zu dem unter anderem die Marken Alberta Ferretti, Moschino und Pollini gehören, hat begonnen, fristlose Kündigungsschreiben an seine Mitarbeiter zu verteilen. Dies bestätigten lokale Medienberichte und Gewerkschaftskreise. In den Schreiben, die in den vergangenen Tagen zugestellt wurden, heißt es wörtlich „Licenziamento con effetto immediato“ – Kündigung mit sofortiger Wirkung.
Die Kündigungen folgen dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Unternehmensführung und Gewerkschaften nach einem Treffen mit dem italienischen Arbeitsministerium. Aeffe hatte zuvor erklärt, dass man im Rahmen eines Restrukturierungsplans insgesamt 221 Arbeitsplätze abbauen wolle. Davon entfallen rund 170 Stellen auf den Hauptstandort in San Giovanni in Marignano (Provinz Rimini) und etwa 48 auf die Büros in Mailand.
Gewerkschaften kritisierten das Vorgehen scharf. Sie bemängeln, dass Aeffe auch eine Verlängerung bestehender sozialer Schutzmaßnahmen, wie zusätzliche Monate Kurzarbeit oder andere Arbeitszeitmodelle, abgelehnt habe.
Die Krise hat sich schon länger abgezeichnet: Aeffe hatte im Geschäftsjahr starke Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet und befindet sich seit Oktober 2025 in einem formellen Verfahren zur Verhandlung einer Unternehmenskrise („composizione negoziata“).








